Ein Rückblick auf den Hackathon der CLC am 24.5.24

Der Hackathon der Corporate Learning Community Österreich ist geschafft. Ein weiteres Mal haben wir uns das Framework rund um AVERA angeschaut und es an echten Beispielen getestet. Heute möchte ich in meinem Blogbeitrag jedoch nicht auf die konkreten Inhalte des Frameworks eingehen, sondern eher kurz reflektieren wie wir das Framework von Hackathon zu Hackathon adaptiert haben und was sich für mich als wesentlich herausgestellt hat, um überhaupt mit dem Framework arbeiten zu können. 

Die detaillierte Verschriftlichung von AVERA wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Diese erfolgt in den nächsten Wochen und wird anschließend der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.

Aber jetzt mal von Anfang an…

Vor zwei Jahren haben wir, das Orga-Team rund um die Corporate Learning Community Österreich, in Admont zu einem 24 Stunden Hackathon aufgerufen. Thema war „Sendeschluss im Corporate Learning. Und Jetzt?“. Eine Retro zu der damaligen Veranstaltung findet ihr hier. Ziel war es sich zu überlegen, wie wir Lernen in Unternehmen transformieren können. 

Die Diskussion um die Lernzukunft ist längst ein Handlungsgebot! Doch oft spiegelt die Lehrpraxis in Unternehmen noch immer veraltete Konzepte wider. Daher haben wir vor 2 Jahren anhand eigens erstellter Unternehmas (abgeleitet von Persoans) über konkrete Schritte der Umsetzung gesprochen. 

Leitfrage damals: Was können wir bereits jetzt ändern, um Lernen in Organisationen zukunftsfähig zu gestalten? 

Im zweiten Teil des Hackathons haben wir beschlossen alle wichtigen Begriffe und Schlagwörter die an diesem Tag gefallen sind auf Zetteln zu schreiben. Diese haben wir anschließend geordnet und geclustert, geschoben und erneut verschoben. Am Ende entstand ein Rad – das Admonter VEränderungsRAd AVERA, wie wir es später genannt hatten. 

Was ist AVERA?

Das Admonter Veränderungsrad dient als ganzheitliches Framework, das effektive Veränderungs- und Lernprozesse in Unternehmen fördert, indem es das Zusammenspiel von Akteuren, Aufgaben und Prozessen für eine nachhaltige Organisationsentwicklung veranschaulicht.

Das Rad wird rund...

Das AVERA wurde im Laufe der letzten Monate immer wieder bei Veranstaltungen der CLCA präsentiert und befeedbackt. So konnten wir es adaptieren und schlussendlich soweit fertigstellen, um es an Praxisbeispielen zu testen. Und genau das haben wir im Hackathon am 24.05.2024 in Wien getan. 

„Theorie ohne Praxis ist leer, Praxis ohne Theorie ist blind.“ (Immanuel Kant)

Es war ein toller Tag mit vielen spannenden Diskussionen und Anregungen. Die Fallbeispiele waren sehr spannend und kamen aus unterschiedlichsten Ecken. 

Was ich aus dem Tag mitgenommen habe – Die Intention der Veränderung ist wie der Wind in den Segeln eines Schiffes. Sie gibt die Richtung vor und treibt es voran, selbst wenn die Gewässer unbekannt sind und die Bedingungen sich ständig ändern. 

Anhand der diversen Fallbeispiele auf unterschiedlichen Veränderungslevel wurde klar, dass wir insbesondere für die Formulierung der Intention auf Metaebene coachen müssen, um eine Arbeit mit dem Framework zu ermöglichen. Viele Veränderungswünsche gehen nicht tief genug in die Intention – das eigentliche Why – weshalb der Ursprung des Veränderungsgedanken zu oberflächlich bleibt. 

Oberflächliche Intentionen helfen uns bei der Anwendung des Frameworks und damit bei der Entwicklung eines ganzheitlichen Ansatzes oft unzureichend. Und hier liegt auch in der Praxis oft der Hund begraben. 

Wer nicht zum Kern des Ursprungs der Intention vordringt – wer nur auf Mikroebene Intentionen setzen – wird zumeist nur auf Mikroebene erfolgreich sein.

Die Herausforderung besteht darin, diese Metaebene der Intention nicht nur zu erkennen, sondern sie auch konkret und greifbar zu machen. Hier kommt der Aspekt der „klaren und besprechbaren Veränderungsintention“ ins Spiel, den wir im Rahmen des Hackathons diskutiert haben. 

Die Frage lautet: „Welches Problem wollen wir eigentlich lösen?“ 

Diese Frage scheint simpel, aber in der Tiefe birgt sie das Potential für bedeutende Einsichten, die die Richtung der weiteren Arbeit maßgeblich beeinflussen können. Es geht nicht nur darum, oberflächliche Lösungen zu entwickeln, sondern vielmehr darum, grundlegende, strukturelle Veränderungen anzustoßen, die den Kern der Herausforderungen in der Organisation adressieren. Die Energie und das Motiv der Intention sind essentielle Treiber für den Erfolg des Frameworks. Sie sind das ‚Wozu‘ hinter dem ‚Why‘, das tiefere Warum, das letztendlich die Veränderungsgeschichte einer Organisation prägt.

Ist die Intention erstmal klar heruntergebrochen und formuliert, ist das bereits die halbe Miete um sie über das Framework zu stülpen. Es ist wie in einem gut durchdachten Projekt – die Vorarbeit ist immer die schwerste!

Na? Interesse geweckt? Das AVERA Framework wird noch ein paar Wochen auf sich warten lassen bis wir es veröffentlichen, um es gemeinsam mit euch weiter zu adaptieren und zu erproben.

Stay tuned! 

Wie lange bis zur nächsten veranstatlung?

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