I’m linking my thinking – Wenn WIR nicht wissen wie man lernt, wer dann?

Tag ein, Tag aus arbeiten wir in Unternehmen um die Lernkultur voranzutreiben. Doch wie sieht es eigentlich mit der eigenen Lernkultur aus? Müssten nicht gerade wir als Learning Professionals wissen wie man richtig lernt um produktiv mit unseren Lerninhalten umzugehen? Sollten wir hier nicht mit gutem Beispiel voran gehen und Vorbildwirkung zeigen?

 

Genau diese Frage habe ich mir selbst gestellt und bin schnell zur Erkenntnis gekommen, dass mein Personal Knowledge Management einer neuen Struktur bedarf. Daher habe ich mir im Rahmen des Projektes “MeinZiel22” der Corporate Learning Community vorgenommen, mein Personal Knowledge Management zu reflektieren und meinen Workflow von der Literaturrecherche bis hin zur Notizführung neu zu strukturieren. Gemeinsam mit einem motivierten Lernteam, bestehend aus Herwig Kummer, Claudia KescheStefan FerstererClaus VormannAxel Wolpert und Torben Mau haben ich mich aufgemacht um meinem Workflow Herr bzw. Frau zu werden.

Meine Erste Erkenntnis in meiner Lernreise.

Bisher habe ich mir naiver Weise wenig Gedanken darüber gemacht, welche Firmen ich wähle, die hinter meinen favorisierten Tools stecken. Erst durch den Austausch mit Axel Wolper und Claus Vormann bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich auch die Firma die hinter den Tools steht begutachten sollte, bevor ich mein geballtes Wissen und meine Zeit in einem Notiz-Tool sammle. Daher lautete meine erste Erkenntnis aus dem Projekt #MeinZiel22 der CLC: “Wähle deine Tools weise!“

Was war die Grundvoraussetzung der Wahl meiner Tools?

Da ich als arbeitende Mutter zweier Kleinkinder nur wenig Zeit habe mich unter Tags in Ruhe hinzusetzen um meine Recherche weiterzuführen, nutze ich meine Wegzeiten. Daher lese ich sehr viel über mein Mobiltelefon und mein Tablet und präferiere auditive Informationen. Ich benötige daher Tools, die ich über meine mobilen Devices konsumieren, aber auch via Browser am Laptop abrufen kann.

Auch die Möglichkeit der Markdown Formatierung fand ich sehr entscheidend, da ich dadurch jederzeit in andere Systeme umziehen kann und Frau meiner Notizen bin. Ich bin dadurch nicht mehr Tool abhängig. Somit lautet meine zweite Erkenntnis: „Bleib unabhängig und flexibel durch Markdown.“

Welche Vorgehensweise verfolge ich in meinem Wissensmanagement?

Um meine Vorgehensweise zu strukturieren nutze ich das Seek, Sense, Share Framework von Harald Jarche. Dadurch entstand bei mir folgender Workflow, dem ich bereits in der Vergangenheit folgte und neu strukturiert habe:

1. Seek

In einem ersten Schritt sammle ich interessante Inhalte. Eingehende interessante Informationen speichere ich über die Apps Raindrop und Feedly. Diese landen in einer ersten Runde in einem Eingangsordner. Auditive Informationen arbeite ich schrittweise ab, weshalb ich immer nur ein Buch oder einen Podcast gleichzeitig bearbeite. E-Books bearbeite ich über Kindle mit dem Textmarker. Ich habe mir inzwischen angewöhnt fast zur Gänze auf E-Books umzusteigen, da diese digitale Funktion einfach praktisch ist, auch wenn ich das Halten eines richtigen Buches präferiere.

2. Sense

In einem weiteren Schritt verarbeite ich die Informationen. Zweimal pro Woche setze ich mich an die gesammelten Informationen und ordne diese in eigene Kategorien in Raindrop. Für die weitere Bearbeitung von markierten Textstellen auf meinem Kindle nutze ich Instapaper und Readwise. Meine Gedanken zu Audiodateien bearbeite ich meinst direkt während dem hören, da es nur schwer möglich ist diese nachträglich aufzuarbeiten.

Kuratiert werden meine Inhalte in Obsidian. Auch wenn mir Logseq als solches durch einige andere Optionen sympathischer wäre, weist dieses im Moment noch keine ausgereifte Smartphone-Version vor. Da dies für mich und meinen Recherchestil jedoch eine Grundvoraussetzung darstellt, habe ich mich für Obsidian entschieden. Durch die Markdown Formatierung stellt hier ein Umzug in ferner Zukunft kein Problem dar.

Zur Einarbeitung in Obsidian habe ich mich an Matthias Wiencke und die ausführliche Youtube Reihe von Joshua Meyer gehalten.

An Obsidian gefällt mir insbesondere die Möglichkeit meine Gedanken und Notizen zu verlinken, so dass diese auch im Gegensatz zu OneNote auf beide Seiten verlinkt werden. Auch die visuelle Darstellung durch einen Graf, der die Vernetzungen untereinander darstellt, lässt mehr Übersicht zu.

Meine Notizen kategorisiere ich ähnlich wie Joshua Meyer, nutze dabei aber Icons (einer der vielen tollen Inputs von Herwig Kummer), die mir eine bessere Übersicht verschaffen. Ich verwende keine Ordner, da ich durch den Austausch in der Gruppe erkannt habe, dass mich dies zu sehr einschränken würde. Daher reicht mir die Kategorisierung mit den Icons. Des weiteren verwende ich einen einzigen Tag – #todo. Auch wenn eine Notiz stetig wächst, bekommt sie von mir in einem ersten Anlauf den Tag #todo um mir die Fleeting Notes zu markieren. Fleeting Notizen sind die Notizen, die ich eingangs formuliere. Werden diese von mir erstmals überarbeitet, lösche ich den Tag, um den Fleeting Status zu beenden. Hier experimentiere ich noch an einer geeigneten Struktur um meine eigenen Gedanken danach weiter zu verarbeiten. Ich arbeite noch daran wie sehr ich meine Notizen in kleinere Notizen teile um den Überblick zu bewahren.

3. Share

Durch den Graf in Obsidian ist es leicht Themenschwerpunkte herauszuarbeiten. Interessante Fragestellungen, Themen und Projekte teile ich über LinkedIn, über diesen Blog, in Vorträgen und in Projekten, in denen ich mich engagiere. An dieser Stelle merke ich noch, dass meine eingehenden Notizen nach einer genaueren Aufbereitung schreien und hier ein ausgeklügeltes System notwendig erscheint. Die Arbeit an meinem großen Lernziel geht also nicht aus. 

Wie sehen meine weiteren Schritte aus?

Im Moment arbeite ich daran den Workflow, den ich mir durch #MeinZiel22 erarbeitet habe, aufrecht zu erhalten. So lautet meine dritte Erkenntnis: „Kontinuität ist alles!“ Und so weiß ich für mich, dass ich durch kleine Zielsetzungen an mein Ziel kommen werde. Ich übe mich jeden Tag um meinen Workflow kontinuierlich aufrecht zu erhalten. Ist hier eine langfristige Routine eingekehrt, wende ich mich als nächstes einer detailierteren Struktur meiner Notizen zu, wie sie Herwig Kummer bereits entwickelt hat.

 

An dieser Stelle möchte ich meinen Lernbegleiter:innen danken! #MeinZiel22 war für mich ein voller Erfolg und hat mich durch die Gruppe bestärkt weiter an meinem Lernziel dran zu bleiben. Der Austausch mit euch hat mich sehr inspiriert! Danke dafür!

Lernen im Meterverse

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